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Was macht einen Menschen wirkmächtig?

Warum reichen Ergebnisse allein nicht?
Und was, wenn du dich nicht mehr mit Optimierung zufrieden gibst?

Ein Gespräch mit Alexander Eckardt, Mentor für Wirkmächtigkeit. Über den Weg vom Bildungssystem in die Wirtschaft — und über das, was wirklich bewegt.

Alexander Eckardt im Wald

Alexander, fangen wir mit dem Persönlichen an — wer bist du?

Ich bin Mentor für Menschen, die nicht unter ihren Möglichkeiten bleiben wollen — die gestalten, um die Welt zu verändern.

Was mich ausmacht: Ich habe tiefes Interesse an dem, was dich wirklich bewegt. Ich höre zu. Ich lasse stehen, was da ist. Ich bewerte nicht.

So entsteht Vertrauen — und ein Raum, in dem du dir selbst wieder begegnen kannst.

Eine Begegnung mit mir verändert dich. Und mich.

„Eine Begegnung mit mir verändert dich. Und mich.“

Du kommst aus dem Bildungssystem — und arbeitest heute mit CEOs, Gründern, Führungskräften. Wie passen diese Welten zusammen?

Über 20 Jahre habe ich Menschen begleitet, die wachsen wollten — im Kreativitätstraining, in der Schule, in der Führung von Teams, im Sparring mit Schulleitungen.

Meine formale Basis: 2. Staatsexamen, Master in Schulmanagement, Ausbildungen in Hypnosetherapie, traumasensibler Führung, Mediation und Theaterpädagogik.

Aber Titel machen niemanden wirkmächtig.

Ich habe Organisationen gestaltet und verändert. Nicht immer erfolgreich. Aber immer mit klarem Gespür dafür, wo Kraft entsteht — und wo Überzeugungen blockieren.

Seit meinem Sprung ins Unbekannte begleite ich Menschen aus der Wirtschaft — Geschäftsführer, Selbstständige, Gründer aus der Biobranche, dem Klimamanagement, der Finanzberatung, der Architektur.

Was mich in der Schule geprägt hat, wirkt hier genauso: Es geht immer um Beziehung. Ohne tragfähige Beziehung wird jede Kooperation zur Qual — in Schule wie in Wirtschaft.

Und ich habe getan, was ich bei anderen begleite: Ich habe entschieden. Ich habe geführt. Ich habe losgelassen. Ich bin ins Unbekannte gegangen.

Ich weiß, wie sich das anfühlt — die richtige Entscheidung zu treffen und nicht die bequeme.

Ich habe, was ich brauche. Nicht aus Titeln. Aus Verkörperung.

Bildung, Führung, Improvisation, Hypnose, Natur — eine ungewöhnliche Kombination. Was hat jede dieser Welten dir mitgegeben?

Fünf Welten. Fünf Lehren.

Bildung hat mich gelehrt: Wissen bewegt nichts. Erfahrung schon. Und Lernen wirkt nur, wenn es Sinn ergibt.

Führung hat mich gelehrt: Verlange nichts von anderen, was du nicht selbst zu tun bereit bist. Walk my Talk ist hier geboren — sei klar und in Integrität. Selbstwichtigkeit ist der Killer jedes Empowerments.

Improvisation hat mich gelehrt: Das Unbekannte wird zum Freund, wenn ich loslasse, alles wissen zu müssen. Druck und Angst sind keine guten Ratgeber. Das Neue will auf seine Weise geboren werden — nicht nach bekannten Mustern.

Hypnose hat mich gelehrt: Widerstand ist keine Gegnerschaft. Er zeigt, dass eine Grenze erreicht ist. Und sobald sie gesehen wird, ist Bewegung wieder möglich.

Die Natur hat mich gelehrt: Mensch sein heißt eingebunden sein. Die Natur bewertet nicht. Sie ist. So manche Wanderung durch den Wald hat mir Antworten gegeben, die mir kein Mensch geben konnte.

Und alle Welten haben mir geholfen, den Sprung zu wagen. Aus einem tiefen Gefühl, dass es richtig ist, Privilegien und Sicherheiten hinter mir zu lassen, um zu gestalten, was durch mich in die Welt kommen möchte.

„Ich habe, was ich brauche. Nicht aus Titeln. Aus Verkörperung.“

Der Markt ist voll mit Coaches und Beratern. Wo positionierst du dich?

Ich schätze die Arbeit von Coaches und Beratern. Vieles, was sie tun, tue ich auch: Ziele klären, Fragen stellen statt Antworten geben, Führungskräfte begleiten.

Aber ich frage aus einer anderen Perspektive. Es geht nicht um das Optimieren der Umstände. Es geht um die Veränderung der Realität.

Methoden allein verändern nichts. Es ist die Haltung, die den Raum für Neues öffnet. In der Zusammenarbeit berühren wir immer wieder essentielle Fragen:

Was möchte sich durch dich entfalten? Wohin möchte das Unternehmen wachsen? Oder anders gesagt: Warum bist du hier? Und bist du bereit, dich auf diesen Weg voll und ganz einzulassen?

Das sind Fragen, die über Optimierungsstrategien hinausgehen und auf die Methodenkoffer allein keine Antwort geben. Es geht um ein stimmiges und lebendiges Spiel von Verstand, Intuition, Körper, Kreativität und Ausrichtung. Und es sind Fragen, die den Horizont über das Bestehende hinaus erweitern. Und darum geht es mir.

Auf dieser Ebene entsteht Wirkmächtigkeit — eine Kraft, die tiefer wirkt als jede Strategie.

Wirkmächtigkeit klingt groß. Was steckt für dich dahinter?

Wirkmächtigkeit geht über Wirksamkeit hinaus.

Ein wirksamer Mensch erzielt Ergebnisse. Ein wirkmächtiger Mensch verändert Realität.

Es geht um mehr als Rendite und Erfolg. Es geht um Einfluss, der Wandel gestaltet — und die Welt zum Wohle aller in ein gesünderes Gleichgewicht führt.

Wirkmächtigkeit heißt: Im Einklang mit dem Leben handeln und vom Leben geführt zu sein. Das tun, was weise ist — nicht nur, was funktioniert.

Wirkmächtigkeit ist keine Fähigkeit, die du dir erwirbst. Sie ist eine Haltung, die dich Ursache werden lässt und den Sog entfaltet, Realität zu verändern.

Du hörst auf zu funktionieren. Du fängst an zu gestalten.

Alexander Eckardt
„Ein wirksamer Mensch erzielt Ergebnisse.“Ein wirkmächtiger Mensch verändert Realität."

Deine Arbeit hat auch eine spirituelle Dimension. Was heißt das für dich — und was ausdrücklich nicht?

Ja, ich bin ein spiritueller Mensch.

Ich fühle mich dem Respekt und dem Wohl des Lebens verbunden — das Leben ist mein großer Lehrmeister. Klar. Herausfordernd. Aber immer wohlwollend. Und ich bin dadurch demütig genug geworden, meine Grenzen als Mensch anzuerkennen.

In meiner Arbeit heißt das: Präsenz. Intuition. Integrität. Die Fähigkeit, Ungewissheit zu halten und Wandel zu begleiten.

Veränderungen sind immer auch Phasen von Unsicherheiten, von Chaos, von Loslassen und Neuanfang. Das kann — und muss — herausfordernd sein. Sonst würden wir nicht wirklich wachsen.

Diese Prozesse kenne ich. Weil ich sie selbst gehe. Und weiß, dass ich ihnen immer wieder begegnen werde.

Was ich nicht bin: ein belehrender Mensch. Ich habe keine Wahrheit, die ich dir mitgeben will. Ich gehe meinen Weg, weil ich die Kraft spüre, die mich trägt, zieht und wachsen lässt.

Wie du deinen Weg findest — das ist die Freiheit und die Vielfalt des Lebens.

Ich erkläre mich nicht. Ich bin.

Für wen bist du der Richtige — und für wen nicht?

Ich arbeite mit Menschen, die Verantwortung tragen. Die Einfluss haben. Und die spüren, dass der Wandel in ihnen beginnt.

Nicht die Struktur im Außen ist die Rettung — sondern die Begegnung mit sich selbst. Mit den lichten und den dunklen Seiten. Aus dieser Verbundenheit erwachsen Erfüllung, Mitgefühl und die Kraft, Neues in die Welt zu bringen.

Zukunft braucht keine Zuschauer. Denn wenn du dich nicht entscheidest, entscheidet das Alte für dich.

Meine Klienten wollen Klarheit — und keine Schonung. Ehrlichkeit — und keine Nettigkeiten. Sie wollen in ihrer Selbstführung ermächtigt werden — nicht gerettet, nicht gelobt.

Nicht zu mir passen Menschen, die schnelle Lösungen suchen. Die optimieren wollen, ohne sich selbst zu begegnen. Die Antworten erwarten, statt ihre eigenen zu finden.

Wenn du in Glück, Erfüllung und Freude große Dinge bewegen willst — wenn Leichtigkeit im Sein und Freude am Gestalten dein Unternehmen durchziehen sollen — dann lass uns zusammenarbeiten.

„Wenn du dich nicht entscheidest,“entscheidet das Alte für dich."

Und ganz zum Schluss: Was bringt dich zum Lachen?

Ich lache über mich selbst. Wenn ich mich wieder zu ernst nehme.

Vor allem dann, wenn ich merke, wie kompliziert und umständlich ich mir Dinge erzähle — bloß um den nächsten Schritt nicht zu tun. Selbstwichtigkeit kann einem ganz schön den Blick verstellen.

Wenn ich mich dabei ertappe, wie ich mir selbst im Weg stehe. Wie ich mich austrickse. Wie ich mich um mein eigenes Potenzial bringe.

Dann muss ich lachen. Und das befreit mich von der Angst. Dann gehe ich den Schritt.

„Du hörst auf zu funktionieren.“Du fängst an zu gestalten."

Wenn du spürst, dass das Neue dich ruft —dann lass uns sprechen.